Die großen Emotionen kamen erst nach dem Spiel.

Das lag aber hauptsächlich daran, dass die Oberliga-Handballerinnen der ISV die volle Konzentration und alle Kraft in die Begegnung legen mussten.

Und das lohnte sich, denn da sprang ein 33:21-Erfolg im letzten Heimspiel der Saison gegen den HSV Minden-Nord bei heraus.

„Das war ein geiles Spiel“, fand ISV-Trainer Sascha Zaletel begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft.

Gerade als Reaktion auf das schwache Spiel vor einer Woche in Everswinkel war dieser Heimabschied mehr als versöhnlich.

Einige Minuten brauchten die Ibbenbürenerinnen zu Spielbeginn, um die Initiative zu übernehmen. Nach der deutlichen Niederlage zuletzt in Everswinkel, nach Sascha Zaletel auch oder vor allem die Einstellung einiger Spielerinnen kritisiert hatte, war zunächst Vorsicht geboten.

Die ISV-Damen wollten Fehler vermeiden und solche beim Gegner provozieren, aus einer 6:0-Deckung gab es wenige Nadelstiche, der ISV-Plan besagte, übers ruhige und sichere Positionsspiel zu Torerfolgen zu kommen.

Nachdem in der Schulausschusssitzung der vergangenen Woche in Sachen Haftmittelverunreinigung die Vereine scharf angegangen wurden, melden sich HCI und ISV jetzt selbst zu Wort.

„Es ist immer unangenehm, wenn immer nur über einen gesprochen wird und nicht mit einem“, sagt der HCI-Vorsitzende Nicolas Niehoff. Die Vereine haben – so sehen sie es – durchaus Grund zur Klage.

Da ist zunächst die Kommunikation mit der Stadt, die Michel Baune (HCI) missfällt. Man sei ein paar Tage vor der Sitzung des Sportausschusses ins Rathaus geladen worden, „ohne zu wissen, worum es geht“, so Baune. Hätte man nicht zufällig in den Sitzungsdienst geguckt und die Vorlage gefunden, wäre man völlig unvorbereitet gewesen. „Diese Kommunikation geht nicht.“

Aber konkret zum Harz: Waren da jetzt Flecken oder nicht? „Ja“, sagt Baune, es habe in der Halle Bockraden Verunreinigungen gegeben. „Bis kurz vor Ostern lief es aber reibungslos. Es gab uns gegenüber keinerlei Beanstandungen“, so Baune. Vor Ostern hätten zwei Trainer die Hallenzeiten getauscht, darum habe es kleinere Verunreinigungen gegeben. Für ihn eine Marginalie. „Wir haben danach sofort kommuniziert, dass keine Zeiten getauscht werden dürfen oder sonst harzfrei trainiert werden muss.“

Diese Niederlage war deftig und dürfte zumindest tabellarisch die unter der Woche aufgekeimten Aufstiegsgedanken schnell wieder beiseiteschieben.

Die Oberliga-Handballerinnen der ISV unterlagen am Sonntagabend der DJK Everswinkel mit 30:42 (12:23).

„Diese Niederlage war folgerichtig und auch in der Höhe verdient“, suchte ISV-Trainer Sascha Zaletel gar nicht erst nach Ausreden.

Viele Erklärungen hatte er direkt nach dem Schlusspfiff nicht parat, aber zumindest eine kleine Entschuldigung, die die Spielerinnen dann wieder ein wenig in Schutz nimmt.

„Fairerweise muss man sagen, dass uns eine Menge Qualität fehlt im Kader mittlerweile, die auch in dieser Saison nicht mehr zurückkommt“, so Zaletel.

Allerdings dürfe er trotzdem erwarten, dass bis zum Ende gekämpft wird. Da hatte er im Kreis Warendorf einen anderen Eindruck. „Die eine oder andere hat sich auf dem Feld daneben benommen. Ich dachte, dass wir aus dem Alter raus seien“, prangerte Sascha Zaletel das Verhalten seiner Spielerinnen an.

Die Gastgeber verloren am Donnerstagabend vor heimischen Publikum das Nachholspiel und damit die letzte Chance auf den Klassenerhalt.

„Jetzt wollen wir uns vernünftig aus der Liga verabschieden, sowohl das Trainerteam als auch die Spieler“, sagte der enttäuschte ISV-Coach Daniel Wiedelmann vor der Partie am Samstagabend gegen den Vierten TG Hörste. Die Partie beginnt um 19.15 Uhr ebenfalls in der Halle Ost.

Dass die ISV-Herren keine Chance mehr auf den Klassenerhalt haben, liegt laut Wiedelmann an den Fehlern im Angriff.

„Wir haben die Chance auf drei Tore Vorsprung, verlieren einige Male blöd den Ball und liegen plötzlich zurück“, beschreibt er die Anfangsphase.

Aus dem 5:3 wurde im Laufe der Halbzeit ein 8:9 (22.). Doch die Hausherren hatten auch immer wieder Phasen, in denen sie guten Handball spielten.

„Das Problem ist halt, dass das nicht kontinuierlich geklappt hat, das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison.“ Eine 11:10-Führung nahm die ISV nicht mit in die Pause, die Seiten wurden beim Stand von 11:11 gewechselt.

   
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