Da kann die Ausgangslage noch so klar sein – wenn seine Mannschaft ein Spiel verliert, dann kann er das im Normalfall nicht spurlos an sich vorüberziehen lassen.

Und deshalb sagt Sascha Zaletel, Trainer der Oberliga-Handballerinnen der ISV, nach dem 20:43 im DHB-Pokal gegen den Zweitligisten TSV Harrislee-Nord auch, dass er mit der Niederlage auch im Vorhinein nicht zufrieden gewesen wäre, wenn er nur das blanke Ergebnis gewusst hätte, ohne das Spiel gesehen zu haben.

„43 kassierte Gegentore sind zu viel. Wenn man sieht, wie die zustande gekommen sind, nämlich zu 50 Prozent durch Gegenstöße, weil wir vorne die Fehler machen, dann sieht man, wo der Knackpunkt war“, sagte Zaletel nach der Partie.

Es war also nicht die Niederlage an sich, sondern, dass seine Mannschaft die gleichen Fehler machte, wie schon beim Testspiel vor einer Woche.

Das alles analysierte er allerdings wohlwissend, dass der Gegner nun auch kein ganz so schlechter war, der sich im Laufe des Spiels vor rund 250 Zuschauern auch noch gehörig steigerte. In der Anfangsphase schien sich die Begegnung eher in Richtung ISV zu drehen.

Das Heimteam erzielte das erste Tor des Tages, ging auch beim 2:1 in Führung und nach 18 gespielten Minuten stand es nur 7:6 für den Gast, der dann erst einmal eine Auszeit nahm.

In dieser folgte eine klare Ansage von Harrislee-Coach „Shorty“ Linde. „Ich habe meine Unmut geäußert, aber schon versucht, dabei konstruktiv zu sein und aufzuarbeiten, woran es bis jetzt gelesen hat“, erklärte er im Nachhinein. Die „Nordfrauen“ scheinen ihren Trainer zu mögen, zumindest nahmen sie sich seine Worte zu Herzen und traten fortan konzentrierter auf, minimierten die Fehlerzahl, die gleichzeitig bei Ibbenbüren größer wurde.

In den folgenden acht Minuten baute der Gast seinen Vorsprung auf 15:9 aus, zur Pause führte Harrislee mit 18:11.

Schon da deutete sich an, dass die ISV an diesem Tag zu viele technische Fehler machen würde, um für eine große Überraschung oder mindestens ein knapperes Ergebnis zu sorgen.

„Ich mag das Thema fast gar nicht aufreißen, aber ein Bundesligist spielt halt mit extrem viel Harz. Ich möchte nicht zu hoch greifen, aber bestimmt 75 Prozent der Fehler beruhten darauf, dass es zu viel Harz für unsere Mädels ist“, nannte Sascha Zaletel einen der Gründe dafür.

Außerdem habe seine Mannschaft „viel zu körperlos“ verteidigt. Die dritte Gelbe Karte erst in der Schlussphase, das sei zu spät gewesen, so Zaletel.

Nach dem Seitenwechsel spielte Harrislee eine offensivere Deckung im 3-2-1-Format, etwas, was der ISV normalerweise liegt.

An diesem Tag, gegen diesen Gegner war das anders. Viele Ballverluste mündeten in etlichen Tempogegenstößen der Nordfrauen und wenn die erst ins Laufen kamen, waren sie selten aufzuhalten.

Über 30:14 nach 45 Minuten siegte der Zweitligist am Ende der Spielzeit mit 43:20.

„Shorty“ Linde resümierte: „Ich habe viele tolle Ansätze gesehen. Insgesamt bin ich mit der Temposteigerung in der 2. Halbzeit und damit, dass wir das Spiel dann ernster genommen haben, sehr zufrieden.“

Ein Lob für den Gast aus Schleswig-Holstein hatte auch Sascha Zaletel noch übrig: „Sowohl der Trainer als auch die Mädels haben sich hier sehr gut verkauft und gut präsentiert. Das hat mir sehr gut gefallen.“

Vielleicht tröstet ihn das ein wenig über die Niederlage hinweg...

Quelle: IVZ-Aktuell vom 31.08.2019 20:11

   
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