Zum dritten Mal unterlagen die Handballerinnen der Ibbenbürener SV gegen eins der beiden Spitzenteams der Oberliga mit nur einem Tor Unterschied.

In allen drei Spielen gingen die ISV-Damen ans Limit, am Ende entschieden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage.

Was ISV-Trainer Sascha Zaletel glaubt, was die Partien jeweils zuungunsten seiner Mannschaft hat kippen lassen, darüber haben wir am Montag mit ihm gesprochen.

Herr Zaletel, was gab in Dortmund den knappen Ausschlag zugunsten des Gegners?
Sascha Zaletel: Man verliert solche Spiele nie aufgrund eines einzigen Fehlers, über die 60 Minuten haben wir vieles supergut gemacht, aber halt leider auch an der einen oder anderen Stelle selbstverschuldet einen Punkt aus der Hand gegeben. Wenn man sich unsere Abschlussquote anschaut, war die sicherlich deutlich verbesserungswürdig. Zwar hatte Jana Möllmann im Tor der Dortmunderinnen einen sehr guten Tag, dennoch muss man klare Torchancen einfach hochprozentiger nutzen. Hier ließen die Mädels manchmal den absoluten Willen vermissen, den Ball unbedingt ins Tor schmeißen zu wollen. Wenn du unter anderem drei von vier Strafwürfen nicht reinmachst und der Gegner alle vier Möglichkeiten nutzt, fehlen dir schließlich wichtige Tore. Letztlich muss man die Mädels aber auch in Schutz nehmen, denn einen schwerwiegenden Nachteil, die Harznutzung, konnten wir über den Kampf, die Einstellung und das Kollektiv fast egalisieren.

Was ist anders, wenn Sie auswärts mit Harz spielen müssen?
Sascha Zaletel: Das Spiel mit Harz ist in keiner Phase einer Begegnung mit dem Spiel ohne Harz zu vergleichen. Die Eigenschaften des Balles sind völlig andere, jeder Pass fühlt sich anders an, muss technisch anders gespielt werden. Zum Fangen eines Harzballes zum Beispiel reicht eine Hand und ermöglicht damit einen extremen Vorteil in der Handlungsschnelligkeit. Dieser Nachteil lässt sich ohne Training nicht einfach so ausgleichen. Es war am Sonntag nicht die Masse an klaren technischen Fehlern aufgrund der Harznutzung, sondern eine latente Ungenauigkeit in nahezu jedem Pass und jedem Torwurf. Die Parallelpässe im Nahtstellenstoßen, aber vor allem auch die Kurzpässe in den Kreuzbewegungen waren hochprozentig ungenau, sodass wir hier unser Tempo immer wieder reduzieren oder gar abbrechen mussten.

Wir haben uns mit dem Harzverbot in Ibbenbüren insgesamt extrem gut arrangiert, kommen in vielen Spielen auch ordentlich mit dem Ball zurecht. Höherklassige Gegner nutzen dann aber doch so viel Harz, dass du dich zu viel mit dir selbst und dem Ball beschäftigen musst, als mit taktischen Vorgaben und dem Gegner. Ich kann das Harzverbot in den Ibbenbürener Sporthallen inhaltlich nachvollziehen und selbstverständlich auch akzeptieren. Dennoch besitzen wir dadurch in wichtigen Spielen immer wieder auch einen sportlichen Nachteil. Das sollte man trotz eigener Fehler eben auch nicht vergessen, wenn man solche Niederlage reflektiert. Sie haben zum dritten Mal gegen eine Spitzenmannschaft mit nur einem Tor Unterschied verloren.

Wie sehr wurmt das Ihre Mannschaft?
Sascha Zaletel: Die Enttäuschung, dass wir uns für unsere couragierte und engagierte Leistung nicht belohnt haben, war schon sehr groß. Die wirklich gute Leistung der Mädels zählt eben ohne Punkte leider nichts. Die schwere Verletzung von Lara Dinkhoff kurz vor Ende wiegt aber noch schwerer, als der Punktverlust. Sportlich ist es ein geiles Gefühl, in Schlagdistanz zur absoluten Spitze zu stehen. Wir müssen uns halt weiter verbessern, damit wir genau solche Spiele in der Zukunft auch mal gewinnen.

Quelle: IVZ-Aktuell vom 1.4.2019 21:02

   
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