ISV-Trainer Sascha Zaletel hatte den HC TuRa Bergkamen vor dem Spiel der beiden Teams gegeneinander zu einem der Top-Favoriten der Damen-Oberliga erklärt.

Am Samstagabend schlugen die Ibbenbürenerinnen Bergkamen im Auftaktspiel der neuen Saison in der heimischen Halle Ost klar mit 29:21 (16:13).

Dennoch verfiel Zaletel nach dem Spiel keineswegs in Euphorie. „Wir müssen weiter arbeiten“, sah er einiges, was noch verbessert werden kann.

Was zunächst überrascht, macht aber durchaus Sinn. Denn die Ibbenbürenerinnen spielten zwar defensiv ausgezeichnet, im Spiel nach vorne gab es aber noch einige Unstimmigkeiten, da passte noch nicht alles zusammen.

„Das sind die Stellschrauben, an denen wir drehen müssen“, sagte Sascha Zaletel.

Uneingeschränktes Lob vom Trainer bekam die Abwehrarbeit. „Simone Köster im Tor war bärenstark. Und die Innenverteidigung war überragend.“

In der zweiten Hälfte kassierten die Ibbenbürenerinnen von der 30. bis zur 50. Minute nur zwei Gegentreffer, insgesamt waren es in Durchgang zwei acht. Vier davon fielen in den letzten drei Minuten, als die Partie längst gelaufen war.

Immer wieder blieben die Bergkamenerinnen mit ihren Angriffsversuchen in der ISV-Abwehr hängen. Und wenn sie einmal durch waren, hielt Simone Köster fast alles, was auf ihren Kasten kam.

„Die Abwehr war das Fundament unseres Erfolges“, so Sascha Zaletel. Bereits in der ersten Hälfte hatte sich angedeutet, dass die Ibbenbürenerinnen defensiv stark sind. In den ersten zehn Minuten gelangen den Gästen nur zwei Treffer, die ISV zog bis auf 7:2 davon.

Danach aber kämpfte sich Bergkamen beim 11:10 wieder bis auf einen Treffer heran, die Partie war Mitte der ersten Halbzeit ausgeglichen. Mehrfach hatten die Gäste die Chance zum Ausgleich.

Zwei Treffer von Julia Weßling und Lara Dinkhoff in der 30. Minute bedeuteten die 16:13-Halbzeitführung für die ISV.

Nach dem Seitenwechsel fand Bergkamen dann kein Mittel mehr gegen die überragende Abwehrarbeit der ISV, die noch deutlich höher hätte gewinnen können, wenn sie nicht so viele Chancen ausgelassen hätte.

Bis auf zehn Treffer bauten die Ibbenbürenerinnen ihren Vorsprung zwischenzeitlich aus, spätestens beim 25:15 in der 50. Minute war die Partie gelaufen.

Sascha Zaletels Fazit fiel insgesamt natürlich positiv aus, auch wenn er sagte, dass sein Team Bergkamen nicht an die Wand gespielt habe.

„Mit so einem Ergebnis war nicht zu rechnen, ein großes Kompliment an die Mannschaft. Es ist ein gutes Gefühl, gegen so einen Gegner zu gewinnen.“

Ibbenbürener SV: Schwering, Köster; Dinkhoff (7), Beermann (6), Neubauer (5), Reisbich (5), Weßling (5), Zaletel (1), Ahaus, Beckonert, Peters, Siemerin, Wöllmer.

Quelle: IVZ-Aktuell vom 08.09.2018 19:32

   
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