Nachdem in der Schulausschusssitzung der vergangenen Woche in Sachen Haftmittelverunreinigung die Vereine scharf angegangen wurden, melden sich HCI und ISV jetzt selbst zu Wort.

„Es ist immer unangenehm, wenn immer nur über einen gesprochen wird und nicht mit einem“, sagt der HCI-Vorsitzende Nicolas Niehoff. Die Vereine haben – so sehen sie es – durchaus Grund zur Klage.

Da ist zunächst die Kommunikation mit der Stadt, die Michel Baune (HCI) missfällt. Man sei ein paar Tage vor der Sitzung des Sportausschusses ins Rathaus geladen worden, „ohne zu wissen, worum es geht“, so Baune. Hätte man nicht zufällig in den Sitzungsdienst geguckt und die Vorlage gefunden, wäre man völlig unvorbereitet gewesen. „Diese Kommunikation geht nicht.“

Aber konkret zum Harz: Waren da jetzt Flecken oder nicht? „Ja“, sagt Baune, es habe in der Halle Bockraden Verunreinigungen gegeben. „Bis kurz vor Ostern lief es aber reibungslos. Es gab uns gegenüber keinerlei Beanstandungen“, so Baune. Vor Ostern hätten zwei Trainer die Hallenzeiten getauscht, darum habe es kleinere Verunreinigungen gegeben. Für ihn eine Marginalie. „Wir haben danach sofort kommuniziert, dass keine Zeiten getauscht werden dürfen oder sonst harzfrei trainiert werden muss.“

Das seien Kleinigkeiten, die im Ehrenamt eben passieren. Schulstunden seien seiner Kenntnis nach nicht ausgefallen. Seitens der Schule sei auch kein Kontakt gesucht worden. „Ich glaube, dass das Problem gar nicht so groß war, wie von der Stadt aufgezogen“, sagt Niehoff. An Elternbeschwerden glaubt Baune nicht. Man habe Kinder im Verein, die dort zur Schule gingen. Deren Eltern sei die Problematik teilweise nicht mal bekannt gewesen.

Und die Halle Ost? Ja, es gebe hin und wieder Rückstände, sagt ISV-Handball-Abteilungsleiterin Carola Reupert. „Wir können uns die aber teilweise gar nicht erklären.“ Die Verwaltung, so ergänzt der ISV-Vorsitzende Volker Schwabe, führe in ihrer Vorlage nur Vermutungen aus. „Fakt ist, dass die Verunreinigungen bis heute zu einem wesentlichen Teil keinem Verursacher zugeordnet werden können.“ So seien morgens wiederholt Harzverunreinigungen festgestellt worden, obwohl am Abend vorher definitiv kein Harztraining stattgefunden habe, ja nicht mal Handballer in der Halle gewesen seien, sagt Schwabe.

Es liege nahe, dass Harzflecken vorher nicht rückstandslos entfernt wurden. „Sammelt sich darauf Staub, gibt es wieder einen Fleck.“ Diese Problematik trete interessanterweise erst auf, seitdem die ISV auf Wunsch der Stadt die Reinigung an ein von der Verwaltung beauftragtes Unternehmen abgegeben habe. „Das hat man uns ja ganz bewusst aus der Hand genommen“, so Schwabe. Das stört die Vereine. „Man hat keine Möglichkeit mehr, flexibel zu reagieren“, so Niehoff.

Und wie ist es mit der Sauberkeit in den Hallen sonst? „Ein unhaltbarer hygienischer Zustand“, sagt Nicolas Niehoff über die sanitären Anlagen in der Halle Bockraden. Verdreckte Toiletten, Rost, Schimmel und verklebte Ablüftungen in der Dusche – vom Verein in Bildern sorgfältig festgehalten. „Da duscht auch unsere E-Jugend“, sagt Baune. „Das Sauberste an der Halle Bockraden ist der Hallenboden.“

In der Halle Ost seien die sanitären Anlagen zwar weitgehend in Ordnung, dafür beklagt Carola Reupert zum Beispiel überquellende Mülleimer vor dem Eingang. „Die Halle ist auch ein Aushängeschild für die Stadt.“ Es gebe in den Hallen Probleme, die zu einem kleinen Teil auf Harznutzung zurückzuführen seien, sagt Schwabe. „Es gibt aber diverse Missstände, die nicht auf uns zurückzuführen sind. Ganz klar: Man hat sich auf das Harzthema eingeschossen. Die Verwaltung reagiert völlig übereilt.“

Die Verantwortlichen der Vereine würden in ein Licht gerückt, dass er nicht akzeptieren könne, so Schwabe. „Es wird suggeriert, es wäre uns alles egal, und wir würden uns bewusst an keine Regeln halten. Das ist nicht okay.“

Aus sportlicher Sicht müsse man das Harz nutzen. Stichwort Wettbewerbsnachteil. Der, da sind sich alle vier einig, wäre enorm. Die Vereine seien darum bereit, alle Missstände zu bearbeiten.

„Man darf aber nicht vergessen, dass wir das alles ehrenamtlich machen“, sagt Michel Baune. Schlusswort Volker Schwabe: „Wir wollen sprechen, wir wollen nicht irgendwo sitzen, wo über uns gesprochen wird und wo wir nicht die Möglichkeit haben, was zu sagen. Selbst vor Gericht hat der Angeklagte das letzte Wort. “

Quelle: IVZ-Aktuell vom 30.04.2018 16:27 Uhr

   
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