Das Ergebnis war allen egal, das Erlebnis war viel wichtiger.

900 Zuschauern sahen, wie die ISV-Handballerinnen sich gegen den Thüringer HC im DHB-Pokal präsentierten.

Und die Stimmung wurde am Ende von allen Seiten gelobt. Wenn nach dem Spiel sowohl Heim- als auch Auswärtsteam strahlen, dann ist klar, dass das Ergebnis tatsächlich keine Rolle spielt.

So wie es auch angekündigt war vor der Zweitrundenbegegnung im DHB-Pokal zwischen den Handballerinnen der ISV und dem sechsfachen Deutschen Meister Thüringer HC.

Der Gast gewann souverän mit 44:13 (27:8) und präsentierte sich in der gesamten Zeit ausnehmend respektvoll und sympathisch vor rund 900 Zuschauern in der Ibbenbürener Halle Ost.

„Es war megageil, einfach richtig cool“, fand mit Ramona Brüning wohlgemerkt die Spielführerin der unterlegenen Mannschaft. Das sagt wohl alles.

„Nach so einem Spiel muss man nicht über das Ergebnis sprechen“, meinte auch ISV-Trainer Sascha Zaletel. „Es war eine tolle Atmosphäre und eine tolle Erfahrung für die Mädels.“

Noch mehr als 15 Minuten nach Spielschluss waren die Spielerinnen vom Thüringer HC in der Halle, beantworteten Interviewanfragen, schrieben Autogramme und schossen ein paar Erinnerungsfotos.

„Das ist großartig. Sehr sympathisch“, so Zaletel. Das Lob gab sein Amtskollege Herbert Müller auch direkt zurück: „Riesenkompliment an die Heimmannschaft, das war eine gute Atmosphäre. Sie haben versucht, mitzuspielen und waren sehr mutig.“

„Ein munteres Pokalspiel“
Der Spielverlauf ist fix erzählt, da der Champions League-Teilnehmer aus Thüringen natürlich in allen Belangen überlegen war. Es war für die ISV genauso schwierig, Tore vom Gegner zu verhindern wie eigene zu werfen.

Nach zehn Minuten führte Thüringen mit 9:4, nach 20 Minuten 21:7, zur Pause mit 27:8. Nach der Pause ging es zunächst etwas schleppend weiter mit nur drei Tore in siebeneinhalb Minuten, doch dann nahmen beide Teams wieder mehr Fahrt auf, bis es am Ende 44:13 stand.

Gegen die Handlungsschnelligkeit des deutschen Topteams hatte der Oberligist nichts entgegenzusetzen. „Wir hätten gerne noch ein paar Tore mehr gemacht“, hätte sich Sascha Zaletel dann sportlich doch noch etwas gewünscht. Während Herbert Müller nichts auszusetzen hatte: „Wir sind das Spiel sehr ernsthaft angegangen und haben nachher noch einiges getestet. Das war ein munteres Pokalspiel, das seinen Sinn und Zweck erfüllt hat.“

Beide Teams wurden am Ende mit großem Applaus bedacht, vor allem in der ersten Halbzeit gab es auch immer wieder Kleinigkeiten, die frenetisch gefeiert wurden. Auch von den vielen Zuschauern wurden die ISV-Damen im „Spiel des Lebens“ belohnt.

Sonderlob für Simone Köster
Eine, die immer wieder positive Aktionen auf ihrer Seite hatte, war ISV-Torhüterin Simone Köster. Nicht umsonst kam Herbert Müller nach dem Spiel zu ihr, klopfte ihr auf die Schulter und sagte: „Gut gehalten. Super gut, gerade in der zweiten Halbzeit.“ Das war wirklich ernst gemeint. Und Köster selbst war auch gut zufrieden: „Vor Ligaspielen bin ich sogar noch nervöser, wir hatten ja nichts zu verlieren. Mein Ziel waren unter 50 Gegentore, das haben wir erreicht. Ich hoffe, wir konnten den Zuschauern etwas bieten.“ Ganz bestimmt...

Sascha Zaletel war das auch positiv aufgefallen: „Gerade in der ersten Habzeit hatten wir viele gute Aktionen, bei denen das Publikum sehr stark mitgemacht hat. Das hat schon Spaß gemacht.“

Genauso sah es Ramona Brüning: „Die Stimmung hat gepasst, die Zuschauer wurden gut unterhalten und wir hatten super nette Gegner.“

Besonders groß war das Raunen im Publikum dann, wenn Thüringen mit einem siebten Feldspieler agierte und die ISV nach dem Ballgewinn den weiten Wurf aufs leere Tor nahm. Vier Mal ging der Ball knapp vorbei, der letzte Versuch von Simone Köster war drin. Allerdings ein paar Millisekunden nach der Schlusssirene. Machte nichts, denn die Laune war bei allen bestens.

Ibbenbürener SV: Köster; Dinkhoff, Weßling (je 3), Siemering (2), Wöllmer, Ahaus, Neubauer, Klostermann, P. Cordes (je 1), Brüning, Deters, J. Cordes, Breudel, Reisbich.

Quelle: IVZ-Aktuell vom 03. Oktober 2017 - 14:22 Uhr

   
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