Vier Tore Vorsprung hatten die Oberliga-Handballerinnen der ISV fünf Minuten vor Ende der Begegnung gegen den Königsborner SV.

Am Ende waren sie froh, die beiden Punkte beim 21:20-Zittersieg in der Halle Ost behalten zu haben.

Gar nicht zufrieden war Sascha Zaletel, Trainer der ISV-Oberliga-Handballerinnen, mit der Leistung seiner Mannschaft beim 21:20 (11:9)-Erfolg gegen den Königsborner SV.

„Wir haben uns das Leben in der Schlussphase selbst schwer gemacht“, sagte der Coach nach dem ausgesprochen knappen Spielausgang. „Wir haben in der entscheidenden Phase viel zu viele Fehler gemacht.“

Richtig abschütteln ließen sich die Königsbornerinnen, die wie die ISV mit zwei Siegen und einer Niederlage in die Saison gestartet waren, während der gesamten Partie nicht.

Als aber Ramona Brüning in der 55. Minute den Treffer zum 21:17 erzielte, die ISV also knapp fünf Minuten vor Schluss einen Vier-Tore-Vorsprung hatte, schien die Partie dann doch zugunsten der Gastgeberinnen entschieden zu sein.

War sie aber nicht. Denn die ISV erzielte aufgrund besagter Fehler anschließend keinen Treffer mehr. Königsborn kam bis auf 20:21 heran, nutzte aber in der letzten Minute die Chance zum Ausgleich nicht. Stattdessen spielte die ISV die letzten Sekunden herunter und brachte den Vorsprung mit Ach und Krach über die Zeit.

„Man bekommt nichts geschenkt in dieser Liga, das ist nicht die Kreisliga“, schimpfte Sascha Zalettel nach dem Spiel, obwohl er dem Gegner auch eine starke Leistung attestierte: „Bergkamen verteidigt gut und kämpft gut.“

Aber auch schon vor den Aussetzern seines Teams in der Schlussphase war er nicht zufrieden mit dem Spiel. „Das war viel zu hektisch. Wir haben viel zu viele Würfe genommen, die wir nicht nehmen mussten.“

Und so kam es, dass die ISV-Damen nach der 1:0-Führung für die Gäste anschließend zwar immer in Führung lagen, aber nie so richtig wegziehen konnten. Beim 10:5 betrug der Vorsprung erstmals fünf Treffer, bis zum Seitenwechsel aber kamen die Gäste wieder auf 11:9 heran.

Ähnlich war der Spielverlauf in der zweiten Hälfte. Nach einer 14:11-Führung arbeitete sich Königsborn wieder auf 15:14 heran.

Beim 19:15 durch Lara Dinkhoff, die mit acht Treffern wieder einmal beste Torschützin war, waren es zum ersten Mal im zweiten Durchgang vier Treffer.

Dieser Vorsprung hatte bis zum 21:17 Bestand, ehe Königsborn – und die ISV selbst – es zum Ende hin noch einmal ganz spannend machten. Mit gerade noch positivem Ende für die Ibbenbürenerinnen.

Ibbenbürener SV: Köster; Dinkhoff (8/2), Brüning (3), Klostermann (3), Bartkowski (2), Breudel (2), Weßling (2), Siemering (1), Beckmann, Cruysen, Deters, Neubauer, Stegmann, Wöllmer.

Quelle: IVZ-Aktuell vom 1.10.2017 18:36

   
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